20.10.12•19:00|Lukas Resetarits

UN RUHESTAND

  • Wovor schützt ein Rettungsschirm?
  • Vor dem Aufprall oder vor dem Regen?
  • Wer steigt auf die Schuldenbremse und wer wird ausgebremst?
  • Können wir die schmelzenden Polkappen wieder einfrieren?
  • Gilt die Unschuldsvermutung auch für Heuschrecken?
  • Menschenrechte für Hedgefonds?

resetarits smFragen über Fragen, auf die der Protagonist Antworten sucht. Anders als die Politiker findet er jedoch keine und gibt das auch zu. Aber er macht sich Gedanken, macht sich Sorgen um die jungen Menschen von heute, deren Lebenserwartung gegen 100 geht, und die ihre letzten eineinhalb Lebensjahrzehnte in Volldemenz (gepflegt von Robotern) verbringen werden.

In seiner Jugend war der österreichische Mann ab 30 ein Hutbürger, zuweilen ein Gutbürger, eher selten ein Mutbürger. Heute werden die alten Zausel wild und zornig und ab Mitte 60 zu Wutbürgern.

Der Satiriker erreicht heuer sein gesetzliches Pensionseintrittsalter von 65 und weigert sich in den Ruhestand zu gehen. Seine Empörung ist ungebrochen, sein Hohn blank und sein Zorn raucht, – er selbst nicht mehr.

In seinem Opus 24 geht es, wie immer bei ihm, um Alles:

Leben und Tod, Alt und Jung, Arm und Reich, Rechts und Links, Oben und Unten, Tag und Nacht, Dick und Doof, Politik und Korruption, Gegenwart und Zukunft,- und natürlich um das kleine keulenförmige Land in der großen krisengeschüttelten Welt.

Von Lukas Resetarits in Zusammenarbeit mit Kathrin Resetarits
Musik: Robert Kastler
Mitarbeit: Alfred Kampel, Fritz Schindlecker, Katrin Werzinger,
Management: Wolfgang Preissl

 

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Hinweis
Hörbilder Samstag, 13. Oktober 2012  09:05 auf Ö1 ( http://oe1.orf.at/programm/317152)
"Es ist, bitte, Folgendes ..." Von der Philosophie des Schmähführens. Zum 65. Geburtstag von Lukas Resetarits. Ein Porträt von Silvia Lahner
In seinem Geburtsort Stinatz, im Südburgenland, kennt man ihn als Erich Resetarits.
Bei der Kabarettgruppe KEIF wurde in den 1970er Jahren sein zweiter Vorname, Lukas, aktiviert, weil es im Ensemble bereits einen Erich gab. Seither kennt ihn sein Publikum als Lukas Resetarits. "Rechts Mitte Links" hieß sein erstes Programm, das er 1977 vorstellte. Seine Arbeit hat Lukas Resetarits immer in der Tradition des Kabaretts der Zwischenkriegszeit begriffen, in der Tradition der Roten Spieler. Heute ist er einer der bedeutendsten Kabarettisten unseres Landes und als Polizeimajor Adolf Kottan schrieb er Fernsehgeschichte. 2012 kann Lukas Resetarits auf 35 Jahre als Solokabarettist zurückblicken und: er wird 65 Jahre alt. Anstelle mit der Korridorpension zu liebäugeln, hat er sein 24. Programm auf die Bühne gebracht. Darin feiert er den Unruhestand, seine Königsdisziplin.
Am 26.November wird Resetarits im Rahmen einer Gala in der Wiener Stadthalle geehrt. Unter dem Motto "Tribute to Lukas Resetarits" spielen namhafte österreichische Kabarettschaffende legendäre Sketches des Jubilars.

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